Collage als Sprache der Migration

(english version)

Im Jahr 2015 sind wir vor eine Tatsache gestellt worden: eine grenzüberschreitende Bevölkerungsbewegung, die zu Destabilisierung der Länder führt, die auf diese Art und Weise Menschen verlieren oder bekommen.

Wir können noch lange über das Gesamtszenario, dessen Dynamik des Geschehens debattieren und die Regisseure aus dem Hinter- und Vordergrund zur Vernunft rufen.
Wir können unseren Glauben verlieren und alle Wahrheiten als politisch korrekte Propaganda einstufen in dem zunehmenden Meinungs-Terror in der Gesellschaft.

Wir können auch WAS TUN! Weil alles, was wir tun, was jeder von uns tut, auch nur die scheinbar unbedeutendste Kleinigkeit große Veränderungen im Ganzem zur Folge haben kann.
(sehe Chaostheorie - Schmetterling Effekt
Die Idee ist Einfluss auf die Linderung der Konsequenzen dieser überwältigenden, humanitären Herausforderung zu nehmen.

Wir können konstruktive, zwischen-kulturelle Interferenzen auf dem Prinzip, der alles im Leben verbindenden Kommunikation aufbauen, um die Blockaden in der Entwicklungsdynamik aufzulösen und dem System die Möglichkeit zu geben, sich selbst in einer Form neu zu strukturieren, die ein Leben mit deutlich geringerem oder aufgehobenen, individuellen oder kollektiven Leid möglich macht.

Wir sind mitten in der fundamentalen, gesellschaftlichen Transformation.
Der revolutionäre Schritt in unserer Evolution, an dem wir gerade stehen, ist präzise zu unterscheiden, was die Realität ist und was Hinweise auf die Realität sind.
Es ist Zeit gekommen für die Ko-Evolution - gemeinsam aufeinander bezogenen Evolution der „Unter“-Systeme.

Kommunikation ist Verhalten, das anderes Verhalten beeinflusst und aus einer sozialen Rück-Kopplung von Menschen resultiert. Der Austausch von Daten oder Signalen ist nur dann nützlich, wenn sie verstanden werden und die Interaktion zwischen Menschen fördern.
Ohne Kommunikation kann kein individuelles und kollektives Lernen in Organisationen stattfinden.
Ohne Kommunikation lassen sich soziale Systeme nicht aufbauen und selbst erhalten.

Collage als Protest gegen starre Konventionen in Gesellschaft, Kultur und Politik.

Dadaismus (1916–1922/25), eine Protestbewegung gegen Krieg, Stumpfsinn und Bürgertum
Marcel Duchamp (1887–1968), Man Ray (1890–1976), Hannah Höch (1889–1978)

Surrealismus (1924–1930), ausgelöst durch die Beschäftigung mit dem Unbewussten
Max Ernst (1891–1976), Salvador Dalí (1904–1989), Joan Miró (1893–1983) René Magritte (1898–1967)

Pop Art (1958–1968), konfrontiert die Gesellschaft mit Verantwortung durch Arbeiten mit Produkten der Massenindustrie
Richard Hamilton, Jasper Johns, Robert Rauschenberg

Der Begriff "Collage" lässt sich von französischen Verb "coller" (kleben, kleistern) ableiten.
Technik der Herstellung einer neuen ästhetischen Einheit durch Aufkleben von verschiedenfarbigem Papier oder anderem Material.
Eine Verhaltens- und Verfahrensweise die geeignet ist, festgelegte Bedeutungen in Frage zu stellen und sie durch versuchsweise Kombination in neue Bedeutungen zu ĂĽberfĂĽhren.

In der Collage funktioniert der Zufall als Teil eines Gesamtplans, nach dem der Teilnehmer bewusst Voraussetzungen für den Zufall schafft, Zufallsergebnisse bewusst auswählt, assoziiert und fixiert.

Collagen ermöglichen es, mehrere Gedanken zusammenzufügen und unzählige Erinnerungen beim Betrachten eines einzigen Bildes aufleben zu lassen.
Sie macht gleichzeitig das Innere des Teilnehmers, seine Stimmungen, Gefühle und Träume sichtbar.
Die Collage fördert Bewusstseinserweiterung und Sensibilisierung bei den Teilnehmern selbst und bei den Betrachtern.
Die Arbeit an einer Collage bedeutet Suchen, Finden, Sammeln, Spielen, Auswählen, Assoziieren, Kombinieren, Verwerfen, Austauschen, auf Überraschendes gefasst sein, das Spekulieren auf den Zufall und Mut zum Experiment.
Dieser Artikel vermittelt ein Beispiel von vielen Möglichkeiten, Grenzen eigener Kreativität und Vorstellungsvermögen, die im Jedem individuell zu finden sind.
Eine Technik, die nicht gegen das Bilderverbot - Dillema in theologischem Sinne gegen stoßt – der Teilnehmer nutzt Zeitungs-Fragmente als "Sprache".

Das menschliche Gehirn ist ein Bilder erzeugendes Organ - Wissenschaft besagt dass nur 10% dessen, was im Hirn abläuft, verbale Prozesse sind, der Rest sind Bilder.
Collagen sind ein ideales Mittel für nonverbale Kommunikation, das kein künstlerisches Wissen oder Fähigkeiten erfordert.
Als Workshops anwendbar ohne spezielle therapeutische Ausbildung.
Kreative Nutzung der Freizeit und Zusammenkunft der positiven Kräfte in gemeinsamen Projekten, wo neue Verhaltensweisen zu Tage treten.

Es ist geplant im Sommer 2016 eine Auswahl an Collagen in einer repräsentativen Ausstellung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ein Forum für den Austausch von Erfahrungen und Werken wird bald auf www.wahrnehmungschirurgie.de installiert.

Wer Möglichkeit, Lust und Mut hat sich mit dieser Art von Kommunikation zu konfrontieren kann unter:
http://www.wahrnehmungschirurgie.de/collage.html (deutsche Version)
http://www.wahrnehmungschirurgie.de/collage_english.html (englische Version)
die Details des Verfahrens mit ein Paar Beispielen ansehen.

Menschen guten Willens vereinigt Euch!

Mit friedlichen GrĂĽĂźen
Malgorzata Horak, Kunsttherapeutin
Berlin, Deutschland